BERGBAUERBE

Die Silbergewinnung aus den Adern von Val d’Argent, die den Wohlstand von Sainte-Marie-aux-Mines gebracht hat, begann im 11. Jahrhundert. Wenn Sie einen Bummel durch die Stadt und ihre Umgebung machen, werden Sie viele Überbleibsel aus der Bergbauzeit von Sainte-Marie-aux-Mines finden.
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Temple Réformé - Sainte-Marie-aux-Mines-
DIE EVANGELISCHE KIRCHE

Unter den vielen Kirchen von Sainte-Marie-aux-Mines, ist sie die älteste protestantische Kirche Frankreichs. Seit dem 1. Oktober 1634, der Beginn und der Aufruhr in der Zeit der Minen, wird sie ohne Unterbrechung für den reformierten Gottesdienst verwendet.

In dieser Zeit verbreitete sich auch die amishe Glaubensgemeinschaft durch ihren Gründer Jakob Ammann, was die Grundlage der Dissidenten war und welche auch heute noch in Pennsylvania vorhanden ist. Diese Episode in der Geschichte der Sainte-Marie-aux-Mines wird jedes Jahr im Rahmen des Europäischen Patchwork Treffens gefeiert.

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Tour des MineursTURM DER BERGLEUTE

Die Bergleute gehörten zu einer Bruderschaft (Knappschaft), die seit 1550 unter dem Vorsitz eines Minen-Richters, ihre eigene Zuständigkeit hatte und von einem Bergarbeiterfonds (Vorläufer eines Sozialversicherungsfonds) unterstützt wurde. Die Minenarbeiter- Mitglieder zahlten wöchentlich einen Gebühr, dem “Wochenpfennig”, in Höhe von 1 / 100 ihres Gehalts. Das angesammelte Geld war für die Hilfe der Kranken, Behinderten, Witwen und Waisen, den Bedürftigen und entlohnte einen Lehrer und einen Pfarrer.
Dieser Turm manchmal auch “Glockenturm” genannt, wurde im neoklassischen Stil während des 16. Jahrhunderts, mit einem Glockenspiel auf der Oberseite des Bergfrieds, erbaut. Er beherbergte das Jugendgericht im ersten Stock. 2 Zellen wurden im Untergeschoss eingerichtet, um die Verurteilten einzusperren.
Der Turm diente dann als Schule und evangelisches Pfarrhaus bevor er als Gericht für die Minderjährigen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts genutzt wurde, auch noch nach der Schließung der Minen 1940.
Seit 1993 ist dieses einzigartige Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, sowohl in seiner Architektur, sowie auch als Zeuge für das Leben der Bergbaugemeinde.


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KIRCHE SAINT-PIERRE-SUR-L’HÂTE

Die heutige Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert erbaut, aber der Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie liegt auf einem kleinen Hügel oberhalb des Weilers von Echery, Ausgangspunkt der Entwicklung von Sainte-Marie-aux-Mines.
Sie ist von einem Friedhof, mit zahlreichen Bergleutegräbern umgeben. Ihre malerische Lage, zusammen mit ihrer Innenausstattung, die nur mit Kerzen zu beleuchten ist, brachte ihr den Ruf, ein magischer Ort zu sein, wo jeden Sommer das „Festival aux chandelles“ (Kerzen Licht Festival) statt findet.
Die Kirche, die seit 1932 unter Denkmalschutz steht, ist die einzige Kultstätte in Frankreich welche drei Religionen empfängt (die katholische, die lutherische und die reformierte).
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Pharmacie de la TourDER SITZ DES BERGBAUVERWALTUNG

In diesem Herrenhaus, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, im typischen Stil der deutschen Renaissance, befanden sich die Führungskräfte der Bergbauverwaltung und für die elsässische Seite der Stadt, die herrschaftliche Verwaltung. Sie wurde nach der Entdeckung reicher Silberadern zu Beginn des Jahrhunderts eingerichtet. Dies ist das einzige Haus von Sainte-Marie-aux-Mines, das einen Treppengiebel besitzt.
Ein Block aus Silberhaltigem Galenit ist dort eingemauert. Er wurde aus den Minen von Sainte-Marie-aux-Mines gewonnen und erinnert an den Fund im Jahre 1581 von einem reinen Silberblock von 592 kg.
Dieses Gebäude wurde ursprünglich gebaut, um die Offiziere der Minen zu beherbergen. Sie kamen Mitte des 16. Jahrhunderts aus Sachsen und Böhmen, um die Silberadern abzubauen. Dann wurde es das Rathaus der elsässischen Seite von Sainte-Marie-Elsass, heute beherbergt es eine Apotheke.


Wistub Aux Mines d'Argent Sainte-Marie-aux-MinesDAS RENAISSANCE HAUS (1596)

Dies ist ein Paradebeispiel für ein Haus, welches im späten 16. Jahrhundert erbaut wurde, zur Zeit eines erneuten Bergbaus in den Silberminen.
Die großen Kreuzfenster mit Pfosten und Querleisten die ein lateinisches Kreuz bilden, sind charakteristisch für die Renaissance und sind mehr oder weniger geschmückt.
Das Baudatum ist in einer Ecke des Gebäudes und auf dem beschnitzen und durchbrochen Türsturz der Straßenhaupttür geschnitzt. Diese Tür wird von zwei rosa geschnitzten Sandsteinsäulen flankiert.
Auf der rechten Säule der Tür befindet sich ein Ring zum Anbinden eines Pferdes und an der Vorderwandseite steht “Glück Auf”, die Begrüßung der Bergleute. Heute ist es eine Wistub: Ein traditionelles elsässisches Restaurant.

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